Das Leben der Wale und Delfine
 Wale und Delfine sind wahrhaft globale Arten. Seit der Gründung der WDCS im Jahr 1987 haben wir in mehr als 30 Ländern an Schutz- und Forschungsprojekten, die für das tägliche Überleben der 86 Wal- und Delfinarten von großer Bedeutung sind, mitgearbeitet oder diese finanziert.
Foto-Identifikation und Katalogisierung der Tiere
Eine Schlüsselrolle bei der Erforschung von Walen und Delfinen spielt die Fotoidentifikation (Foto-ID). Die Rückenflosse, der Rücken und – je nach Spezies - in manchen Fällen die Unterseite der Fluke, werden fotografiert, um individuelle Kerben, Kratzer und Pigmentierungsmuster auszumachen. Diese individuellen Markierungen haben es den Forschern ermöglicht, Kataloge mit Tausenden von individuell identifizierten Tieren anzulegen..
Im Fall der Buckelwale gibt es beispielsweise mehr als 10.000 einzelne Fotografien der Wale; jeder einzelne ist entweder mit Namen oder Nummer benannt. Sobald ein einzelnes Tier wieder gesichtet wird, werden Zeit, Ort, Verhalten und die Gruppe, in der sich das Tier aufhält, festgehalten. Auf diese Weise können wir ein detailliertes Bild des Verhaltens, der Wanderrouten und Familiengruppen dieser langlebigen Tiere zeichnen.
Einige Arten, wie zum Beispiel Schwertwale, wurden in den 1970er Jahren identifiziert und werden immer noch gesichtet. Manchmal haben diese Tiere neue Kälber dabei und wir wissen heute, dass weibliche Orcas bis zu 90 Jahre alt werden können.
Weitere Forschungsmethoden sind:
- Beobachtung der Tiere aus der Luft, von Land oder Booten aus
- Aufnahmen der komplexen Wal- und Delfinlaute
- Sammeln von Exkrement- oder Hautproben im Wasser
Zukünftige Forschungsprojekte
Heute, im Jahr 2008, stehen wir mit unserem Wissen über diese faszinierenden Tieren immer noch am Beginn. In den letzten Jahren wurden im Rahmen von WDCS-Projekte verschiedene Dialekte bei russischen Orcas festgestellt und eine neue Methode entdeckt, die Orcageräusche zu klassifizieren. Diese basiert auf der Anzahl der mono- bzw. biphonen Geräusche, die die Tiere von sich geben. Wir wissen, dass es noch immer viel zu lernen gibt.
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