Walwissen
Pate werden
Delfin-Wissen
WDC Kids

Delfine Im Wald?

Walheimat: Mangrove

In ganz Asien gibt es nur noch wenige Süßwasserdelfine. Aus diesem Grund wurden im März 2012 drei Schutzgebiete in den Mangrovenwäldern im Gebiet der Sundarbans in Bangladesh eingerichtet. Was bedeutet eigentlich „Mangrove“ und welche Delfine kommen dort vor? Lies mehr über diesen spannenden Lebensraum für die letzten Süßwasserdelfine Asiens ...

Was heißt "Mangrove"

Mangroven sind spezielle Wälder in der Nähe von Meeresküsten. Die Bäume dort haben sich an Ebbe und Flut, den schlickigen Boden und somit auch an das trübe Wasser angepasst. Mangroven sind quasi wie eine Brücke zwischen Meer und Land. Deshalb fühlen sich sowohl Meeres- als auch Landtiere hier wohl und es gibt eine Vielzahl verschiedener Pflanzen.

Die Sundarbans-Mangroven in Bangaldesh (Asien) sind die größten Mangrovenwälder weltweit. Sundarbans ist ein bengalisches Wort und heißt einfach „schöner Wald“. Durch ihre Vielfalt stellen die Mangroven einen guten Lebensraum für viele Tiere dar. Auch Süßwasserdelfine fühlen sich in den Mangroven wohl. Doch durch das Eingreifen des Menschen in diesen Lebensraum ist das Leben der Delfine immer schwieriger geworden. Durch die Einrichtung von effektiven Schutzgebiete kann sich das ändern.

Ganges Delfin
Ein Delfin, der in den Mangroven lebt, ist der Ganges-Delfin. Er sieht ein bisschen anders aus als andere Delfine, denn er hat einen langen, schmalen Schnabel mit scharfen spitzen Zähnen. Zusammen mit seinem beweglichen Hals kann er blitzschnell auch flinke Beute schnappen. Im trüben Wasser der Flüsse, in denen er lebt, orientiert sich der Ganges-Delfin nicht mit seinen Augen. Die sind ganz klein und können höchstens noch hell und dunkel unterscheiden. Er ist also so gut wie blind. Daher kommt auch sein Spitzname: der Blinde Flussdelfin.



Irawadi-Delfin

Es gibt noch eine andere Delfinart, die in den Mangroven zu Hause ist: den Irawadi-Delfin. Eine Besonderheit ist, dass diese Delfine Wasser aus ihrem Mund spucken können. Manchmal helfen sie sogar Fischern bei der Jagd. Sie treiben die Fische durch ihren Wasserstrahl gezielt in die Netze. Im Unterschied zum Ganges-Delfin haben Irawadi-Delfine eine ganz flache Schnauze und es sieht immer ein bisschen so aus, als würden sie lächeln. Da sie also ein bisschen wie unsere Schweine aussehen, wird der Irawadi-Delfin in manchen Gebieten auch Fluss-Schwein genannt.



In den Sundarbans kommen leider nur noch der Gangesdelfin und der Irawadi-Delfin vor. Es sind sogar die letzten verbliebenen Süßwasserdelfine in ganz Asien. Die WDC setzt sich auch hier mit Partnern vor Ort für gute Schutzmaßnahmen ein.


 

-

Mit einem Klick auf diesen Link verlässt du die WDC Kids-Webseite.