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Pinocchio Im Walbauch

Kennst du die Geschichte von Pinocchio im Bauch des Wals?



Nach vielen seiner unglaublichen Abenteuer wird der Junge aus Holz von einem Wal verschluckt und findet im Bauch des Tieres seinen Vater wieder! Pinocchio hat große Angst vor dem Wal, denn er weiß nicht viel über diese großen Meeresbewohner. Aber das muss er gar nicht, denn Wale sind friedliche Meeresriesen, die keine Menschen jagen.

Deshalb haben wir für Pinocchio hier ein paar spannende Walfakten aufgeschrieben:

Pinocchio nennt den Wal einen „Riesenwalfisch“, also ist es vielleicht ein Blauwal, das größte Tier, das jemals auf der Welt gelebt hat. Allerdings ist der Blauwal kein Fisch, sondern ein Säugetier: Er bringt seine Kinder lebendig zur Welt und muss immer wieder zum Atmen an der Wasseroberfläche auftauchen.

Das erste, was Pinocchio von dem Wal sieht sind „drei Reihen schrecklicher Zähne.“ Aber keine Sorge, Blauwale haben keine Zähne sondern Barten und sie fressen keine Puppen aus Holz: Sie ernähren sich von Krill. Sie nehmen beim Fressen viel, viel Meerwasser gemeinsam mit dem Krill in ihrem Maul auf. Durch die Barten spucken sie anschließend das Salzwasser wieder aus und schlucken nur den köstlichen Krill hinunter. Der Wal saugt in der Geschichte Pinocchio mit auf und schluckt ihn hinunter. In Wirklichkeit würde er ihn aber wahrscheinlich, nachdem er ihn unabsichtlich mit dem Krill ins Maul bekommen hat, wieder ausspucken. Denn die Speiseröhre eines Blauwals ist sehr klein (schon eine Orange könnte zu groß für einen Blauwal sein).

Pinocchio trifft im Bauch des Wals auf einen Thunfisch. Dieser hat Angst, nie wieder aus dem Bauch des Wals herauszukommen. „Sein Leib ist länger als ein Kilometer, da ist der Schwanz noch nicht einmal eingerechnet", jammert er. Da hat der Thunfisch doch ein bisschen übertrieben! Blauwale können um die 30 Meter groß werden – das ist etwa so lang wie drei Busse hintereinander. Schon allein die Zunge der Tiere ist so groß, dass eine Fußballmannschaft darauf Platz hätte, und insgesamt wiegt ein Blauwal ca. 150 Tonnen – so viel wie 150 Autos zusammen!

Schließlich findet Pinocchio seinen Vater im großen Walbauch und zusammen planen sie die Flucht. Sie wagen es als der Wal „schläft wie ein Murmeltier“. Doch so tief und fest wie wir Menschen - oder eben ein Murmeltier - schlafen die sanften Riesen der Meere nicht. Da sie ständig auftauchen müssen um zu atmen und keine gemütliche „Schlafhöhle“ haben, schlafen sie immer nur mit einer Gehirnhälfte, währende die andere aktiv bleibt.

Pinocchio und seinem Vater gelingt die Flucht, aber kaum aus dem Walbauch befreit stellen die beiden entsetzt fest, dass nirgendwo Land in Sicht ist. Das ist keine Überraschung: Innerhalb eines Jahres wandern die Blauwale zwischen polaren Gewässern und den wärmeren tropischen Gebieten hin und her und schwimmen dabei viele tausend Kilometer im offenen Ozean.

Dabei sind sie meistens wie Pinocchios Wal alleine oder mit nur einem Partner unterwegs, sie können mit anderen Artgenossen aber trotzdem „sprechen“: Sie haben ihre ganz eigene Sprache und verständigen sich über Schallwellen, die auch in hunderten von Kilometern Entfernung noch zu hören sind!

Wale sind doch einzigartige Meereslebewesen, findest Du nicht auch, lieber Pinocchio?

Und wenn du mehr über die faszinierenden Meereslebewesen herausfinden willst, dann schau doch im Bereich Wal-Wissen und Delfin-Wissen vorbei.

Du kannst sogar Wal-Pate oder Wal-Patin werden und hörst dann regelmäßig von einem unserer Wale! Patenschaft übernehmen



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