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Buckelwal In Gefahr

Die Schwanzflosse ist ihr Erkennungsmerkmal und auch ihr Namensgeber: Spinnaker (auf deutsch: Segel) ist ein Buckelwalweibchen, das im Jahr 2004 geboren wurde.

Gleich nach ihrer Geburt im warmen Wasser der westindischen Inseln in der Nähe des Äquators geht sie zusammen mit ihrer Mutter auf eine gefährliche Reise:  2400 km weit schwimmen die beiden Richtung Norden bis zum Golf von Maine im Nordosten der USA. Dort finden sie endlich viel Krill und kleine Fische, die zu ihrer Leibspeise zählen.
Buckelwalkinder bleiben normalerweise bis zu einem Jahr bei ihrer Mutter und lernen in dieser Zeit alles, was sie zum Überleben im offenen Meer brauchen.




Obwohl die Gegend im Norden eigentlich ein guter Platz für die Nahrungssuche ist, lauern hier viele Gefahren. Fischer werfen hier große Netze ins Meer, in denen sich sogar die starken Meeresriesen verfangen können.

Im Alter von zwei Jahren verfängt sich Spinnaker in genau so einem Fischernetz und kann sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Zum Glück bekommt sie Hilfe von einem Team aus Walschützern. In letzter Sekunde wird sie vor dem Ersticken gerettet.

In den folgenden Jahren setzt sie ihre jährlichen Reisen zwischen warmen und kalten Gewässern fort. Bis dann plötzlich im Jahr 2014 ein Walbeobachtungsschiff sie findet -  eingewickelt in Netzen und Fangleinen, regungslos an der Wasseroberfläche treibend.

Wieder ist es ein Rettungsteam, das ihr das Leben rettet und sie nach zwei Tagen Schwerstarbeit aus ihrer Situation befreien kann. Das Wichtigste: Sie ist wohlauf. Kaum zu glauben, da die Fangleine 30-mal um ihre Schwanzflosse gewickelt war. Sie musste also bereits verzweifelt versucht haben, sich durch das Schlagen der Fluke selbst zu befreien.

Doch die Freiheit für Spinnaker hält leider nicht lange an. Nur ein halbes Jahr später muss sie wieder aus den Fischernetzen und –leinen befreit werden. Dieses Mal ist jedoch sofort klar, dass sie sich schwere Verletzungen durch das Verheddern zugezogen hat. Nur kurze Zeit darauf findet man ihren leblosen Körper an der Küste von Bar Harbour, einem Küstenstädtchen im Nordosten der USA.

Woran ist Spinnaker gestorben?

Das ist bis heute nicht geklärt. Was wir aber wissen ist, dass Spinnaker ein sehr trauriges, aber wichtiges Beispiel für die Sicherheit aller Buckelwale im Golf von Maine ist. Zu viele Gefahren lauern dort, wo diese beeindruckenden Wale ihre Nahrung suchen und in Freiheit leben wollen.

Wie können wir Buckelwalen helfen und verhindern, dass sie durch Fischernetze weiter in Gefahr geraten?

Die nationale Fischereibehörde der USA will Buckelwale aus dem Gesetz für bedrohte Arten streichen und die Wale als „nicht-gefährdet“ einstufen. Wir von WDC tun alles, um das zu verhindern und sie weiterhin durch Gesetze noch besser schützen zu lassen. So sollen zum Beispiel Regeln vereinbart werden, wo Fischerboote ihre Netze auswerfen dürfen und dass bestimmte Gebiete erst gar nicht angefahren werden.





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