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Verwandte Des Ostseeschweinswals

Wale werden aufgrund ihres Aussehens und ihrer Verwandtschaft in  Arten eingeteilt. In der Familie der Schweinswale unterscheidet man 6 Arten innerhalb von 3 Gattungen. Der Ostseeschweinswal gehört zur Gattung "Phocoena". Erfahre mehr über diese Art und die nächsten Verwandten.

Gewöhnlicher Schweinswal (Phocoena phocoena)

Dieser Wal gehört zu den Arten, die auch in deiner Nähe vorkommen! Neben einem großen Verbreitungsgebiet in den nördlichen Küstengewässern von Nordamerika, im Schwarzen Meer und Nordpazifik, sowie weiter im Süden an der Westküste von Europa und Nordafrika, ist dieser Wal auch in der Nord- u. Ostsee zuhause!
Jedoch werden es in unseren nördlichen Gewässern leider immer weniger, da sie durch Lärm und Fischerei stark beeinträchtigt werden.
Erkennen kannst du sie an ihrer dunkleren Oberseite und heller gefärbten Unterseite, sowie einer recht kleinen Finne, die auf der Rückseite sehr flach abfällt.
Zu ihrer Nahrung gehören hauptsächlich Fische, Krebstiere und Tintenfische, allerdings gehören auch sie selbst zur Beute von Haien und Schwertwalen. Um sich vor allem vor den Schwertwalen zu schützen, haben die Schweinswale Laute entwickelt, die außerhalb des Hörbereichs der Orcas liegen und diese die kleinen Wale somit nicht hören – faszinierend!
Wir können froh darüber sein, dass die Menschen davon abgekommen sind, diese Schweinswalart in Gefangenschaft zu halten. Bereits im 19. Jahrhundert versuchte man diese Tiere in Zoos zu halten, allerdings haben die Tiere zu hohe Umweltansprüche und erkranken zu schnell, sodass man sie heute fast ausschließlich nur in der Freiheit beobachten kann – zum Glück!



Teste dein Wissen über den Schweinswal in unserem Quiz.

Brillenschweinswal (Phocoena dioptrica)

Dieser Wal verdankt einem weißen Ring um die Augen seinen Namen, der ihn sehr charakteristisch macht. Noch dazu ist er der größte Vertreter unserer Schweinswale. Wenn die Weibchen ausgewachsen sind, erreichen sie eine Länge von 2 Meter und Männchen sogar 2,2 Meter!
Außerdem bringen sie mit 55 – 80 kg ganz schön was auf die Waage!
Zu dem weißen Augenring kann man die Brillenschweinswale auch sehr gut an ihrer schwarzen Oberseite und hellen Unterseite erkennen. Der Kopf ist im Verhältnis eher klein und rundlich.
Die Männchen sind vor allem daran zu erkennen, dass sie eine deutlich größere dreieckige Finne als die Weibchen haben.
Vom Schiff sind diese Wale allerdings eher selten zu beobachten, da sie so ein Aufeinandertreffen eher meiden.  Wenn du sie allerdings trotzdem beobachten möchtest, musst du in den Süden unserer Erde fahren und hast eventuell im südlichen Indischen Ozean oder südlichen Pazifik Glück, wo sie auf der Suche nach ihrer Leibspeise, kleinere Fische und Tintenfische, sind.


Kalifornischer Schweinswal (Phocoena sinus)


Da diese Walart im Golf von Kalifornien, östlich von Mittelamerika, lebt, kennt man ihn auch unter dem Namen „Golftümmler.“ Er bewohnt dort nur ein recht kleines Gebiet und ist leider außerdem sehr stark vom Aussterben bedroht.
Man erkennt sie an ihren dunkel umrandeten Augen und Mund und die Fluke geht zu den Enden hin sehr spitz zusammen. Noch dazu sind diese Wale ganz Besondere ihrer Art, denn sie zählen zu den kleinsten Walarten überhaupt, mit einer Länge von 1,5 Meter.
Und dennoch sind sie stark bedroht. Das größte Problem für die Golftümmler ist aber nicht der Verlust von Lebensraum, sondern die Folgen der Fischerei, denn jährlich sterben bis zu 80 Tiere in den Fischernetzen, als so genannter „Beifang.“
Um die noch lebenden Schweinswale zu schützen, wurden Meeresschutzgebiete eingerichtet, die sie vor den Netzen der Fischer retten sollen, doch es müssten noch viel mehr werden, damit diese Tiere wirklich sicher wären.


Burmeister-Schweinswal (Phocoena spinipinnis)

Diese Walart wurde nach ihrem Entdecker, Hermann Burmeister, benannt und kommt in den Küstengebieten von Südamerika vor. Manchmal schwimmen sie dort sogar in Flussmündungen und Flüssen.
Diese dunkelgrau bis schwarz gefärbten Tiere, werden bis zu 1,8 Meter groß und können zwischen 50 und 75 kg wiegen. Auffallend ist die sehr flache Finne, die dazu auch noch relativ weit hinten am Körper der Schweinswale sitzt. Wenn sie zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen, strecken sie nur das Nötigste aus dem Wasser, um einmal kräftig Luft zu holen und dann schnell wieder unter Wasser zu tauchen, wo sie ihre Nahrung, Schwarmfische und Tintenfische, finden.
Dass sie außerdem nicht aus dem Wasser springen, wie es viele andere Walarten tun, zeigt, dass sie damit scheinbar nicht kommunizieren und dazu sehr scheu sind, sodass sie sich aus diesem Grund auch von Booten eher fernhalten.


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