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Da Fehlt Doch Was? Unsere Art Der Woche: Der Glattdelfin

Komisch… auf dem Foto unserer Art der Woche, dem Glattdelfin, fehlt doch irgendetwas… kannst du entdecken was?



Stimmt, der Delfin hat gar keine Rückenflosse! Das ist kein Computertrick – die Delfine heißen Glattdelfine (Lissodelphis), weil sie so einen glatten Rücken ohne Flosse haben. Zu dieser Gattung gehören zwei Arten, der Nördliche Glattdelfin(Lissodelphis borealis) und der Südliche Glattdelfin(Lissodelphis peronii). Die beiden Arten kommen auf jeweils einer Halbkugel der Erde in ähnlichen Breitengraden vor. Bisher sind die Glattdelfine nur zu einem sehr kleinen Teil erforscht: über kaum eine Delfinart wissen wir so wenig wie über den Südlichen Glattdelfin. Das liegt zum Teil an seinem Lebensraum: tiefe, küstenferne Regionen in den subantarktischen Gewässern. Mit Höchstgeschwindigkeiten von 40 km/h gehören die Glattdelfine zu den schnellsten Schwimmern unter den Waltieren, wobei sie Sprünge von bis zu sieben Metern Höhe vollführen können.

Größere Delfine im Süden
Die Männchen der Nördlichen Glattdelfine sind ausgewachsen etwa 2,20 Meter lang, die Weibchen etwa 2,0 Meter. Die Südlichen Glattwale sind mit maximal 2,50 Meter etwas größer und mit etwa 100 Kilogramm Gewicht verglichen mit den 90 Kilogramm ihrer Verwandten auch etwas schwerer. Bei der Geburt sind die Tiere etwa halb so lang wie die Erwachsenen. Sie leben etwa 40 Jahre.

Delfin oder springender Seelöwe?
Beobachtet man Glattdelfine aus weiter Ferne, kann es passieren, dass man sie mit einem springenden Seelöwen verwechselt – denn durch das Fehlen der Rückenflosse kann man Glattdelfine zwar leicht von anderen Delfinarten unterscheiden, aber einem springenden Seelöwen sehen sie manchmal zum verwechseln ähnlich. Die Glattdelfine haben einen schlanken Körper und einen kurzen, schmalen Schnabel, der durch eine deutliche Furche von der flachen Stirn abgesetzt ist. Die Körperfarbe der Nördlichen Glattdelfine ist überwiegend schwarz, bauchseitig läuft aber vom Kopf bis zur Schwanzwurzel ein weißer Streifen. Die Südlichen Glattdelfine kann man durch ihre Färbung gut von den Nördlichen Glattdelfinen unterscheiden: Ihr Schnabel und die untere Stirn sind weiß, ebenso wie der Bauch und die Flanken. Von knapp vor dem Blasloch bis zur Fluke ist der Rücken schwarz. Auch ist der Körperbau des Südlichen Glattdelfins etwas schlanker als der seines nördlichen Verwandten.

Energiegeladene Schwimmer und eifrige Bugwellenreiter
Glattdelfine sind sehr gesellige Tiere. Gruppen des Südlichen Glattdelfins umfassen meist weniger als 100 Tiere, es sind aber schon Herden mit mehr als 1000 Tieren gesehen worden. Sie sind energiegeladene Schwimmer und wenn sie in hohem Tempo springschwimmen, erinnern sie an eine Gruppe Pinguine. Sie tun sich auch gerne mit Schwarz-  und Stundenglas-Delfinen und Grindwalen zusammen. Die Gruppen des Nördlichen Glattdelfins zählen 100 bis 200 Tiere, es sind aber schon bis zu 3000 Tiere in einer Gruppe gesehen worden – das sind so viele Tiere, wie Menschen auf einem großen Konzert! Sie schwimmen auch gerne zusammen mit Pazifischen Weißstreifendelfinen, Rundkopfdelfinen und vielen weiteren Arten. Wenn sie langsam schwimmen, kräuseln sie die Wasseroberfläche kaum. Nördliche Glattdelfine sind sehr akrobatisch, zeigen weite, flache Sprünge in hoher Geschwindigkeit und sind auch als eifrige Bugwellenreiter bekannt.



Weitere interessante Informationen zu den beiden Glattdelfin-Arten findest du in unserem Artenführer.



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