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Mein Besuch Im WDC-Centre In Schottland

Hier berichtet WDC-Unterstützerin Lea, von ihrem Besuch bei den Paten-Delfinen:

Das Dolphin Centre von WDC in Spey Bay steht direkt an der Küste des Moray Firth, der Heimat der Patendelfine. Wo könnte es einen besseren Ort geben, um unsere geliebten Meeressäuger zu beobachten und gleichzeitig etwas über sie zu lernen als hier!



Die Vielfalt des „Scottish Dolphin Centres“ bemerkt man schon sofort bei der Ankunft. Zur einen Seite breitet sich ein Strand aus, perfekt geeignet, um Delfine zu beobachten. Dafür kann man sich im Center extra Ferngläser ausleihen.

Der Strand wird aber auch für das sogenannte „Shorewatching“ genutzt. Ich durfte die Mitarbeiterin Sarah dabei begleiten und habe mir erklären lassen, was man beim Shorewatching macht. Das Shorewatching wird überall an der Küste Schottlands von freiwilligen Helfern wie Sarah durchgeführt.
Dabei teilt man die vor sich liegende Küste in verschiedene Abschnitte ein und schriebt auf, was für Tiere und Schiffe man sieht, wie der Wellengang ist und, ob es etwas gibt, was die Tiere stören könnte. So kann man wichtige Forschungsdaten sammeln. Der Shorewatch wird mehrmals täglich von Sarah – oder einem der anderen sechs freiwilligen Mitarbeiter des Dolphin Centres – durchgeführt.



Als nächstes habe ich an einer Führung durch das Eishaus teilgenommen, welches das größte seiner Art von ganz Großbritannien ist. Dort wurde früher neu gefangener Fisch kühl gelagert, damit er frisch bleibt. Heute wird es aber nicht mehr als solches benutzt, sondern dient als Ausstellungsgebäude für die Sammlung von alten Fischerei-Werkzeugen und Wallknochen des Scottish Dolphin Centres.
Wenn man das Eishaus betritt, wird man aber erst einmal von selbstgebastelten Kunstwerken lokaler Schulkinder begrüßt, wie zum Beispiel von Mosaiken aus Strandgut. Aber auch eine große Pappmaché-Figur des Riesenhais, der auch in schottischen Gewässern lebt, befindet sich in der Eingangshalle. Er ist der größte Fisch der Welt, ernährt sich aber nur von dem winzig kleinen Plankton, wie Sarah den Besuchern erklärt.



Die Führung geht weiter mit den sogenannten „Dry Dives“, was so viel bedeutet wie trockenes Tauchen. Dabei werden Aufnahmen von der Unterwasserlandschaft des Moray Firth gezeigt. Man kann verschiedene Fische, Schweinswale, Große Tümmler und einen Riesenhai sehen.
Doch plötzlich taucht immer mehr Plastik in den Aufnahmen auf und ein lautes, unangenehmes Geräusch übertönt das sanfte Meeresrauschen. Sarah erzählt uns, dass vor allem Fische Plastik fressen, da sie es mit Quallen (ihrer natürliche Nahrung) verwechseln und der Lärm das Sonar der Delfine stört.
Dann kommen wir in den Raum mit den alten Fischerei-Utensilien. Darunter befinden sich Netze, Boxen, in die der Lachs, der hier früher hauptsächlich gefangen wurde, eingelegt wurde und ein winziges Fischerboot.
Mit diesem Boot, das eher aussieht wie eine übergroße Walnussschale, sind früher zwei bis drei Männer aufs Merr gefahren, um den Lachs kurz vor dem offenen Firth im Fluss Spey abzufangen. Dort fingen sie bis zu 60 Fische pro Minute. Sarah erzählt uns auch, dass früher, nach dem Fischen, meist die Frauen die Körbe mit den Fischen aus dem Boot an Land tragen mussten, da die Männer keine nassen Beine bekommen wollten!

Im letzten Raum des Eishauses wird nochmal ein Film über die Delfine des Moray Firths gezeigt. Diese sind nämlich besondere Große Tümmler, unter anderem, da sie bis zu vier Meter groß werden können, wohingegen die Großen Tümmler Kaliforniens nur bis etwa zwei Meter achtzig groß werden.
Das liegt daran, dass die Delfine hier aufgrund der alljährlich ziemlich niedrigen Wassertemperatur über die Generationen einen immer größeren Blubber aufgebaut haben. Der Blubber ist eine vor Kälte schützende Fettschicht.

Dies war aber leider schon das Ende der Führung. Ich habe mich bei Sarah für die tollen und lehrreichen Einblicke in ihren Alltag und das Scottish Dolphin Centre bedankt und bin anschließend noch in den WDC Shop gegangen.

Ich habe meinen Aufenthalt im Dolphin Centre sehr genossen und würde sofort noch einmal dort hinfahren- vielleicht ja nächstes Jahr als freiwillige Helferin!

Besonders toll finde ich, dass sehr viel getan wird, schon Kindern viel über das Meer und seine Bewohner beizubringen.
Beispielsweise gibt es in dem Centre einen ganzen Raum mit einer interaktiven Ausstellung für Kinder, sowie spezielle Feriennachmittage und Piratentage.
 
Wichtig ist auch der Shop des Scottish Dolphin Centers. Denn hier kann man tolle Sachen kaufen und gleichzeitig WDC unterstützen.



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