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Gefahr Für Schweinswale Durch Sprengungen In Ostsee

Vor wenigen Tagen wurde an einem Strand an der Ostsee ein totes Schweinswalbaby angespült. Sprengungen der Bundeswehr könnten damit in Zusammenhang stehen.

Was war da los?

Die Marine der Bundeswehr führt regelmäßig kontrollierte Sprengungen im Meer durch, um Bomben aus dem 2.Weltkrieg zu entschärfen . Diese müssen unter strengen Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden, um die Meeresbewohner nicht zu gefährden.

Leider werden diese Sprengungen in der Ostsee noch immer nachts und in den Sommermonaten durchgeführt. Durch die Dunkelheit kann man nicht feststellen, ob Schweinswale in der Nähe sind. Außerdem bekommen die kleinen Wale genau in dieser Zeit ihre Jungen.

Ein Sprengung  kann das lebensnotwendige Gehör der Schweinswale schädigen. Besonders die Jungtiere können sich dann nicht mehr orientieren und verlieren schlimmstenfalls den Anschluss zu ihrer Mutter. Wenn die Wale sehr nahe am Ort der Sprengung sind, kann es sogar passieren, dass diese direkt getötet werden.

Um das zu verhindern, könnte man den Lärm der Explosion mit sogenannten "Blasenschleiern" verringern. In dem man quasi einen Vorhang aus Blasen kreisförmig um den Sprengungsort herum aufbaut, werden die Schallwellen abgemildert und die Schweinswale besser geschützt. 

Der Schutz der Schweinswale und ihr Recht sicher in der Ostsee zu leben, ist durch Gesetze vorgegeben. Die Bundeswehr hat sich bei ihren 300 Sprengungen seit 2009 jedoch kaum an die Vorgaben gehalten.

"Da selbst die grundlegendsten Vorsichtsmaßnahmen ignoriert werden, wird hier gegen deutsches und europäisches Umweltrecht verstoßen" sagt WDC Walschützer Fabian Ritter.

Du willst mehr über unseren einzigen heimischen Wal erfahren? Dann klick hier und finde heraus, wie auch du einen Teil zu seinem Schutz beitragen kannst.

Schweinswal



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