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Klein, Aber Oho! Unsere Art Der Woche: Der Hector-Delfin

Zusammen mit dem Indischen Schweinswal und dem Hafenschweinswal sind Hector-Delfine die kleinsten Waltiere oder „Cetaceen“ (das ist der aus dem Griechischen stammende Familienname der Wale und Delfine) der Welt. Da die Hector-Delfine nur im Meer vor Neuseeland leben, haben ist ihr Wohnort im Vergleich zu anderen Walen und Delfinen sehr klein. Diesen Wohnort teilt sich der Hector-Delfin mit seinem sehr seltenen Verwandten, dem Maui-Delfin.

Der Hector-Delfin - ein Maskenträger

Der Hector-Delfin hat ein ganz spezielles Aussehen. Sein Körper ist vorwiegend grau, aber die Rückenflosse ist ganz schwarz und seitlich im Gesicht trägt er eine freche, schwarze, dreieckige Maske, die sich bis zu den ebenfalls schwarzen Brustflossen erstreckt. Damit hebt er sich deutlich von seinen anderen Artgenossen ab und fällt auf jeden Fall auf!
Hector-Delfine sind ziemlich gesellige und aktive Tiere, die sich auch gerne frech und neugierig über Wasser umschauen, wie kleine Akrobaten in die Luft springen und dann mit der Fluke aufs Wasser klatschen.

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In Küstennähe lebt sich's gefährlich

Leider glauben die Forscher glauben, dass es nur noch wenige Hector-Delfine gibt. Um genau zu sein, nur noch um die 7.000 Tiere – und das sind wirklich nicht viele. Deshalb gelten sie als „besonders bedroht“. Der Grund dafür ist, dass diese Delfine in Küstennähe – also in der Nähe vom Land und nicht draußen im offenen Meer – leben. Da dort die Fischer ihre Netze für den Fischfang spannen, kommt es oft vor, dass sich die Hector-Delfine in einem solchen Netz verfangen und dann zum Beispiel sterben, weil sie nicht mehr zum Atmen an die Wasseroberfläche zurück schwimmen können.

Die großen Feinde der Hector-Delfine: Fischernetze

Um zu verhindern, dass weiterhin so viele Hector-Delfine sterben, wurden in den letzten Jahren in den Gewässern vor Neuseeland Schutzgebiete eingerichtet. In diesen Gebieten dürfen die Fischer zum Bespiel keine der so genannten „Stellnetze“ für den Fischfang benutzen. Bei der Stellnetzfischerei werden bis zu 30m lange Netze aus dünnem Nylon, das ist eine Kunststofffaser, im Wasser gespannt. Wenn die Fische versuchen, durch das Netz hindurch zu schwimmen, bleiben sie mit dem Kopf in den Maschen hängen und verheddern sich. Das ist auch für die  Hector- und die noch selteneren Maui-Delfin besonders gefährlich. Leider ist diese Art der Fischerei in einem bestimmten Teil von Neuseeland, in Kaikoura, noch erlaubt.

Experten wollen nun aber erreichen, dass die Stellnetze auch dort verboten werden. Fische zu fangen soll in Küstennähe sogar ganz verboten werden. Dann darf man erst in einer Entfernung von 4 Seemeilen, das sind in etwa 7,5 Kilometer, fischen.

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