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So Lang Wie Drei Doppeldeckerbusse: Unsere Art Der Woche

Blauwale sind einfach gigantisch. Sie sind die größten aller Wale, die je gelebt haben und sie sind sogar die größten aller Tiere, die bis heute auf der Erde gelebt haben (sogar größer als alle bekannten Dinosaurier-Arten!). Blauwale sind fast so lang wie ein Flugzeug des Typs Boing 737 oder drei Doppeldeckerbusse. Ein ausgewachsenes Tier wird bis zu 24–27 Meter lang, und neugeborene Kälber haben schon eine Körperlänge von ungefähr 7 Metern.



Weitere faszinierende Fakten über das größte Tier der Erde findest du hier im neuen Online-Artenführer der WDCS!

Den Längenrekord halten die Weibchen
Manche Blauwale können sogar über 30 Meter lang werden – und das sind meistens die Weibchen, die bei diesen Walen üblicherweise die größeren Tiere sind. Den gemessenen Rekord hält bis jetzt eine Blauwaldame mit 33 Metern Länge! Aber diese Riesen der Meere sind nicht nur ziemlich lang, sondern auch ganz schön schwer: erwachsene Tiere wiegen 100–120 Tonnen. Allein die Zunge der Tiere wiegt dabei ganze 4 Tonnen! Das entspricht einem Gewicht von 2000 Personen und ist mehr als 25 Elefanten auf die Waage bringen würden! Neugeborene wiegen etwa 2,5 Tonnen. Der schwerste jemals gewogene Blauwal wog 190 Tonnen.

Hier kannst du einem Blauwal in Lebensgröße begegnen..

Ganz schön durstig
Ein neugeborenes Blauwalkalb trinkt täglich etwa 230 Liter Muttermilch bis es satt ist. Die Milch besteht zur Hälfte aus Fett, damit das Kalb schnell an Gewicht zulegt (das bedeutet jede Stunde etwa 4 Kilo mehr auf den Hüften!). Nach 7 – 8 Wochen kommen die kleinen Kälber schon ohne Muttermilch aus - und sind mit einem Gewicht von rund 23 Tonnen auch schon gar nicht mehr soo klein!

Lauter geht es nicht im Tierreich

Ganz schön laut: der Gesang eines Blauwals ist das lauteste Geräusch aus dem Tierreich. Und jetzt hat das Forscherteam des Ozeanforschers John Hildebrand von der Universität in San Diego etwas Spannendes entdeckt: der Blauwalgesang verändert sich!



Blauwale singen tiefer
Denn die Tiere singen zwar noch immer das gleiche Lied – aber mittlerweile in einer tieferen Tonart. Diese tolle Entdeckung gelang den Forschern vor der Küste Kaliforniens mit Hilfe des Zufalls: um die Rufe der Tiere automatisch mit dem Computer erkennen zu können, mussten die Geräte jedes Jahr neu eingestellt werden. Und dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Tonart des Gesangs seitdem fast um eine halbe Oktave tiefer geworden ist!

Auf der ganzen Welt scheinen Blauwale schon seit Jahrzehnte in immer tieferen Tonlagen zu singen – warum das so ist, kann man noch nicht genau sagen. Vielleicht liegt es daran, dass die Wassertemperaturen ansteigen, die Ozeane immer saurer werden oder daran, dass es im Meer immer lauter wird…

Stark gefährdete Meeresriesen
Leider wurden die Ozeanriesen früher sehr stark von Walfängern verfolgt, da man mit der Jagd auf sie besonders viel Geld verdienen konnte. Dadurch gibt es heute nur noch wenige dieser tollen Tiere. Zum Glück ist die Jagd auf Blauwale seit 1966 offiziell verboten (manchmal taucht leider immer noch Blauwalfleisch auf den Fischmärkten auf)! Heutzutage droht dem Blauwal am meisten Gefahr durch Zusammenstöße mit Schiffen, Lärm Unterwasser und die Verschmutzung der Meere. Die meisten der Blauwalarten gelten als „stark gefährdet“ und einige sind sogar wie der Antarktische Blauwal vom Aussterben bedroht.

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