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Buckelwal Nettie Von Fischernetzen Befreit

Eine tolle Nachricht erreicht uns von der isländischen Küste. WDC konnte helfen, das Leben eines Buckelwals zu retten.

Was war passiert?

Schon vor einigen Wochen konnten Walbeobachter einen Buckelwal im Meer entdecken, der sich schlimm in Fischernetzen und Leinen verfangen hatte. Der Wal konnte sich nicht mehr selbst aus dem Fischernetz befreien, das um seinen gesamten Körper gewickelt war. Auch sein Maul und seine Fluke waren betroffen. Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass das sehr schmerzhaft für den Meeressäuger war und ihn auch beim Fressen und Schwimmen störte.

WDC half den Walschützern in Island Kontakt mit Experten aus den USA und Großbritannien aufzunehmen. Sofort wurde ein Rettungsteam nach Island geschickt, das den Meeresriesen aus der gefährlichen Situation befreien sollte. Von ihm bekam er dann auch seinen Namen: Nettie (Englisch net - das Netz).

Die Retter begaben sich für die Aktion in ein kleines Schlauchboot um nah an ihn heranzukommen. Das Wetter in Island kann allerdings sehr stürmisch sein und so musste das Team erst noch ein paar Tage am sicheren Ufer warten, bis sie endlich mit der Rettungsaktion starten konnten.

Wie du bestimmt weißt, können Wale oft lange unter Wasser bleiben. Da ist es natürlich sehr schwer immer genau zu wissen, wo er das nächste Mal auftauchen wird.

Wie haben die Retter es trotzdem geschafft, Nettie zu helfen?

Nach vielen Versuchen schafften es die Experten Bojen an den Netzen anzubringen. Diese werden normalerweise dazu verwendet, den Fischern anzuzeigen, wo im Meer sich ihre Netze für den Fischfang befinden. Durch die Bojen gelang es, Nettie zu verlangsamen und an der Wasseroberfläche zu halten. Dann endlich hatte das Team die Chance, sich dem Buckelwal zu nähern.

Mit einem Messer schnitten sie die Netze nacheinander ganz langsam und vorsichtig durch, um den Wal nicht zusätzlich zu verletzen.
Die Rettungsaktion dauerte ganze zwei Tage, doch mit viel Einsatz und Geschick konnte Nettie gerettet werden.

Copyright: Elding Whale Watching, Reykjavik

Was für ein tolles Happy End für den Meeresriesen!

Wir hoffen, dass sein Namensgeber, das Netz, in Zukunft nie wieder sein Leben in Freiheit und Sicherheit gefährdet.

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