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Schweinswale Durch Ölsuche In Gefahr

Wenn Menschen im Meer nach unterirdischen Erdölvorkommen suchen, entsteht extremer Lärm. Das ist genau in diesen Tagen vor der niederländischen Küste der Fall. Von Schiffen aus wird der Meeresboden mithilfe von Schallwellen nach Öllagerstätten abgesucht.
Öl ist ein wichtiger Energielieferant. Wir verwenden es zum Heizen, oder benutzen es, um Auto zu fahren. Und weil man es nicht überall aus der Erde holen kann bzw. eine Ölquelle auch nicht unendlich Öl liefert, werden ständig neue Quellen gesucht.

Für Meeressäuger mit einem empfindlichen Gehör ist das eine große Gefahr. Die Schallintensität ist so hoch, dass sie die Tiere schwer schädigen oder sogar töten kann. Denn wie alle Wale und Delfine besitzen auch Schweinswale ein sehr gutes Gehör. Das ist besonders  wichtig, weil es zum Sehen im Meer zu dunkel ist. Deshalb orientieren sich die Tiere hauptsächlich „nach Gehör“. Sie senden Schallwellen aus, die von sämtlichen Oberflächen und Gegenständen zurückgeworfen und vom Wal „empfangen“ werden. Diesen zurückgeworfenen Schallwellen kann er dann alle notwendigen Informationen über seine Umgebung entnehmen.



Schweinswalfamilien in Not

In unmittelbarer Nähe der aktuellen Ölsuche befindet sich ein Meeresschutzgebiet, in dem Schweinswale derzeit ihre Jungen zur Welt bringen. Die Schweinswalfamilien sind in höchster Gefahr, denn der enorme Lärm stellt die Tier vor erhebliche Probleme – sie haben Schwierigkeiten, sich unter Wasser zu Recht zu finden oder mit ihren Gruppenmitgliedern in Kontakt zu bleiben. Außerdem wird die Nahrungssuche erheblich erschwert. Bei so vielen lebensnotwendigen Aktivitäten sind Schweinswale auf ihr Gehör angewiesen.

„Schweinswale sind in Europa geschützt - aber das interessiert in diesem Fall wohl nicht. Sie werden in große Gefahr gebracht.“ sagt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC.

Deshalb kämpft WDC für den Schutz der Tiere und für ein sicheres Zuhause.

Erfahre mehr über bedrohte Schweinswale.

Warum Lärm im Meer für Wale so schlimm ist




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