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Zu Laut: Schnabelwale Tauchen Ab

ForscherInnen in Kalifornien haben herausgefunden, dass der Cuvier Schnabelwal der aktuelle Tauch-Weltmeister unter den Meeressäugern ist. Zuvor waren die südlichen Seeelefanten die Spitzenreiter. Die Schnabelwalart, die auch im Mittelmeer vorkommt, übertrifft diese mit einer Tauchtiefe von 2997 Metern (fast 3 Kilometern) und einer Tauchdauer von 2 Stunden 20 Minuten. Besonders spannend sind die kurzen Auftauchpausen, die die Tiere an der Wasseroberfläche machen. Nur zwei Minuten atmen die Tiere durch, bevor sie wieder abtauchen.

Flucht vor Lärm?

Die ForscherInnen konnten bei Ihrer Studie auch feststellen, dass das lange Abtauchen eventuell durch den Einfluss von Menschen verursacht wurde:  Des Öfteren wurden die Cuvier Schnabelwale im militärischen Übungsgebiet vor der Küste Kaliforniens gesehen. Dort finden in regelmäßigen Abständen sogenannte Sonareinsätze statt, die sehr laut sind (Schallwellen, werden durch das Meer geschickt). Cuvier Schnabelwale haben ein ausgeprägtes  Gehör und reagieren sehr sensibel auf solchen Lärm.

Aktuelle Strandungen an der griechischen Insel Kreta

Vor zwei Tagen - am ersten April 2014-wurden mindestens 5 Cuvier-Schnabelwale lebend an den Stränden der griechischen Insel Kreta angespült. Vier konnten rechtzeitig zurück ins Meer gebracht werden – einer starb. Diese Art von Strandungen ist sehr ungewöhnlich und meist auf  Ruhestörungen zurückzuführen. Offensichtlich fand genau zu dieser Zeit auch eine militärische Übung in der Gegend statt.

In einem Abkommen zum Schutz der Wale und Delfine im Mittelmeer hat man bereits versucht, eine Zone im Meer von 50 nautischen Meilen, in denen keine Marineübungen stattfinden, einzurichten. Leider wurde dieses Anliegen nicht umgesetzt.

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