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Neue Forschung: Delfine Sind Stimmakrobaten



Delfine können unterschiedliche Töne gleichzeitig erzeugen – kannst du das auch?

Ab einer Tiefe von 10 Metern ist es im Meer schon ziemlich dunkel… Doch wie finden Delfine dann ihre Nahrung? – Sie verwenden Echolokation. Das ist die gleiche Methode, die Fledermäuse auch nutzen, um sich nachts zu orientieren. Bei der Echolokation produzieren Delfine mit einer Art "Stimmlippen" unterhalb des Blaslochs einen Klick-Ton, der durch die Melone (so nennt man ein Organ unter der Stirn bei Delfinen) verstärkt wird und nach vorne ausgesandt. Wenn die Schallwellen auf einen Gegenstand, wie zum Beispiel einen Fisch treffen, werden sie reflektiert. Anhand der wiederkehrenden Töne weiß dann der Delfin genau, wie groß der Fisch ist. Doch sie können aus den zurück kommenden Tönen noch viel mehr „heraus lesen“: Sie können zum Beispiel feststellen, wie viel Fettanteil der Fisch hat, sprich ob sie von ihm satt werden, oder auch den Blutdruck des Fisches. Sie erhalten ein weitaus genaueres Bild von ihm, als wenn sie ihn nur sehen könnten, wie wir Menschen das tun.

Neben den Klicks für die Echoortung produzieren Delfine aber auch Pfiffe, mit denen sie sich untereinander verständigen. Man glaubt sogar, dass jeder Delfin einen ganz eigenen Pfiff hat, der wie eine Art Name gebraucht werden kann. Sie pfeiffen natürlich nicht mit der Schnauze (anders als du können sie mit ihren Gesichtsmuskeln ihren Mund nicht bewegen) sondern produzieren auch die Pfiffe in ihrem Nasengang.

Forscher haben jetzt heraus gefunden, dass Große Tümmler zwei unterschiedliche Paar "Stimmlippen" haben. Bei Untersuchungen mit so genannten Hydrophonen, Unterwasser-Mikrophonen, haben sie festgestellt, dass Delfine ihre Klick-Laute mit dem rechten Lippen-Paar und ihre Pfiffe mit dem linken Paar erzeugen. Delfinen ist es dadurch möglich, gleichzeitig zu pfeiffen und zu klicken. Nicht schlecht oder?

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