WDC Kids

Und Weil Es So Schön War…

… wurden wir, Lisa und Sarah, erneut in der Buchholzer Grundschule empfangen!

Mit viel Freude erhielten wir vor einigen Wochen die Anfrage, ob wir eine weitere Klasse über die Möglichkeiten und Wichtigkeit des Schutzes von Walen und Delfinen informieren möchten. So haben wir kurz vor den Osterferien erneut die Grundschule besucht, um der vierten Klasse etwas mehr über Wale, Delfine und den Schutz ihres Lebensraumes zu erzählen.

Und wie auch schon bei unserem ersten Besuch in der Buchholzer Grundschule waren wir überrascht von dem Interesse und Engagement, welches die Kinder den Walen und Delfinen und deren Lebensraum entgegenbrachten. Wir hörten zum Beispiel Geschichten, wie sie im Urlaub mit kleinen Booten aufs Meer hinausgefahren sind, um dort Delfine zu beobachten oder sogar mit ihnen schwimmen konnten und das dies viel schöner ist, als die Tiere in ihren kleinen Becken im Delfinarium zu beobachten. Dennoch waren die Kinder geschockt von den Bildern, die wir ihnen von Delfinen und Walen in Gefangenschaft zeigten. Traurige Gesichter blickten uns an, als wir ihnen von drei weltberühmten Orcas erzählten: Lolita, die seit nun schon 47 Jahren in einem kleinen Delfinarium in Miami unter schlechtesten Bedingungen „lebt“, Corky, die ebenfalls schon 45 Jahre im SeaWorld San Diego ihr Dasein fristet, mehrmals schwanger war und keines ihrer Kälber überlebte, und schließlich von Tilikum, der nach 30 Jahren in Gefangenschaft, zuletzt im SeaWorld Orlando, im Dezember 2016 durch den Tod seinen Weg in die Freiheit fand. Sofort prasselten Kommentare der Kinder auf uns ein, dass sie sich nicht vorstellen könnten, in so einem kleinen Becken zu leben, ohne Familie, ohne Freiheit und immer mit der Pflicht, vor Menschen Kunststücke vorzuführen, um ihre tägliche Mahlzeit zu erkämpfen. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, diesen Wahnsinn nicht mehr zu unterstützen und von nun an kein Delfinarium mehr zu besuchen.



Und erneut stellten wir heraus, dass sich keines der Kinder schuldig fühlen sollte, weil es schon einmal eine Delfin- oder Orca-Show besucht hat. Fast jedes Kind – so auch wir selbst – war sicher schon einmal in einem Zoo und hat sich dort eine Delfin-Show angesehen. Auch uns wurde in der Show erzählt, den Delfinen ginge es dort gut und sie würden sich in ihrer neu zusammengesetzten Familie wohl fühlen und die Kunststücke gerne vor Publikum vorführen. Doch nun wissen wir und die Kinder es besser: diese Shows zeigen weder die natürliche Lebensweise von Delfinen, noch ist es gerechtfertigt, die Tiere in so kleinen Becken in Gefangenschaft zu halten, um sie zu erforschen oder gar zu schützen.



Als wir den Kindern zum Abschluss von der Lärmbelästigung durch Boote und Bohrinseln sowie der Plastikverschmutzung im Meer berichteten und wie sehr es den Lebensraum von so vielen Tieren zerstört, wurden wir erneut vom Tatendrang unserer Zuhörerinnen und Zuhörer erstaunt: Wir hörten ihre Geschichten, in denen sie nach der Schule auf ihrem Weg nach Hause den Müll von anderen Menschen einsammelten und regelmäßig bei mehreren Aktionen mitmachen, um den Schulhof und den Wald in der Nähe von Müll zu befreien. Eine Schülerin erklärte, sie wolle mit ihren Eltern sprechen, im nächsten Sommerurlaub nicht mit einem Motorboot, sondern eventuell mit einem Segelboot oder Katamaran aufs Meer hinaus zu fahren, um den Lärm unter Wasser zu vermeiden. Eine andere wollte nach der Schule direkt mit ihrer Mutter sprechen, bitte keinen Thunfisch mehr zu kaufen, da das Fangen der Fische mit Gefahren für viele Meerestiere einhergeht und Menschen zu viele Thunfische fangen und essen, sodass viele Wale und Delfine bereits auf andere, eher unnatürliche Futterquellen ausweichen mussten, weil zu wenig für sie übrig bleibt.



Diese Reaktionen der Kinder zeigen uns, dass wir ihnen unsere Herzensangelegenheit näher bringen konnten. Auch sie haben versprochen, fleißig kleine Origami-Wale zu basteln und an WDC zu schicken, um ein Zeichen für Wale und Delfine in Freiheit zu setzen. Darüber hinaus werden sie sich gemeinsam mit ihrer Lehrerin Aktionen und Wettbewerbe überlegen, wie sie jeden Tag ein wenig auf Plastik verzichten und damit die Umwelt schützen können. Wir sind gespannt auf die Ideen, die uns sicher bald erreichen!

Wir bedanken uns bei den Schülerinnen und Schülern der Buchholzer Grundschule für ihr Interesse und ihren Eifer, sich zu engagieren. Auch ihrer Lehrerin möchten wir Danke sagen, die uns voller Enthusiasmus empfangen hat und sich auch in Zukunft gemeinsam mit den Kindern gegen die Gefangenschaft von Walen und Delfinen sowie ihren Schutz in Freiheit einsetzen wird.

Wir freuen uns auf weitere Möglichkeiten, mit ebenso begeisterten Schülerinnen und Schülern zusammenzuarbeiten, um Walen und Delfinen ein besseres Leben in Freiheit zu ermöglichen!

Lisa und Sarah



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